JDC Group AG Ergebnis und Umsatz trotz Corona-Krise gesteigert

JDC Group AG Ergebnis und Umsatz trotz Corona-Krise gesteigert – Umsatzerlöse steigen im ersten Halbjahr 2020 um rund 12 Prozent auf 58,8 Mio. EUR – EBITDA steigt im ersten Halbjahr trotz Corona-Sonderaufwand um rund 10 Prozent auf 3,1 Mio. EUR – JDC Erfolg der Digital-Strategie: Weitere Vertragsabschlüsse im Bereich Outsourcing

JDC Group AG Ergebnis und Umsatz trotz Corona-Krise gesteigert

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JDC Group – Brief des Vorstands an die Aktionäre

JDC Group – Brief des Vorstands an die Aktionäre

Sehr geehrte AKTIONÄRIN, sehr geehrter AKTIONÄR, Liebe Geschäftspartnerin, Lieber Geschäftspartner,

JDC Group - Brief des Vorstands an die Aktionäre

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Neue Hoffnung für „alte Hasen“

Es war eine Ausnahmeregelung um erfahreren Versicherungs- und Finanzberatern, die seit Jahren und Jahrzehnten am Markt aktiv waren, engegenzukommen: „Die alte Hasen Regel“ besagte, dass Vermittler, die seit 2006 eine ununterbrochene Berufserfahrung nachweisen konnten, auf den Sachkundenachweis, der von §34 f GeWO gefordert wird, verzichten können. Dafür mussten sie für die fünf Jahre bis 2011 Prüfberichte nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) vorlegen.Die besten Versicherungsmakler in Deutschland

Die Übergangsfrist, die der Gesetzgeber einst gewährt hatte, um allzu großen Frust bei erfahrenen Marktteilnehmern zu vermeiden, endete im Dezember 2014. Doch nicht alle „Alten Hasen“ sind bereits aus ihrem Beruf ausgeschieden. Schwierigkeiten beim Verkauf der Bestände, allgemeine Nachwuchssorgen, aber auch ein schrumpfender Markt machten es notwendig, dass viele erfahrene Berater weiter aktiv sind und noch nicht über Ruhestand oder eine berufliche Umorientierung nachdenken wollen.

Alle diejenigen, die versäumt haben, die Prüfung rechtszeitig abzulegen und den Sachkundenachweis zu erlangen, aber zu den „Alten Hasen“ zählen, haben jetzt ein Problem. Mit Ablauf der Übergangsfrist erlosch ihre Genehmigung, die Grundlage ihrer Berufstätigkeit und Basis des Einkommens. Sie müssen sich jetzt mit einem erheblichen Problem beschäftigen: die Genehmigung nach § 34f GeWO erlöscht von Amts wegen automatisch.

Doch es gibt noch Hoffnung. Die Berliner Kanzlei Wirth-Rechtsanwälte hat in diesem Zusammenhang ein aufsehnerregendes Urteil erstritten.

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass die Fristen auch für „Alte Hasen“ gelten, wovon auch die meisten Vermittler und Anwälte ausgehen, sahen die Verwaltungsrichter in Neustadt den Sachverhalt grundlegend anders. Denn nach Ansicht des Gerichts erscheint es widersprüchlich, dass ein Vermittler, der erst 2015 nachweist, dass er nach der Alte-Hasen-Regelung von der Sachkundeprüfung befreit ist, seine Erlaubnis verlieren kann.

Die Einstweilige Anordnung vom 30. April (Aktenzeichen 4 L 310/15.NW) ist zwar noch nicht rechtskräftig, juristisch beraten lassen, sollten sich laut Rechtsanwalt Goerz aber bereits jetzt „alle Vermittler, deren Gewerbeerlaubnis nach Aussage der zuständigen Erlaubnisbehörde mangels rechtzeitiger Vorlage der Prüfberichte zum Jahreswechsel angeblich erloschen sei.“

Denn es ist immer besser proaktiv zu agieren, als gegen die Löschung der Genehmigung klagen zu müssen.

Deutsche stimmen für Provisionsberatung

Die europäische Initiative zur Abschaffung des Provisionsmodells bei der Vermittlung von Finanzprodukten ist gescheitert. Was als Einstieg in die europaweite Honorarberatung geplant war, erwies sich als Flop, sowohl bei den betroffenen Lobbys, der Politik, aber auch bei den deutschen Verbrauchern selbst, wie eine Studie der Unternehmensberatung Cofinpro ergab.

Insgesamt wurden 1000 Bundesbürger in einer repräsentativen Umfrage zu ihren Wünschen und Vorstellungen im Bereich Finanzberatung befragt. Mit einem eindeutigen Ergebnis: 94 % aller Befragten wollen auch in Zukunft eine kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Besonderen Aufklärungsbedarf sehen die Studienteilnehmer bei der Überprüfung der Wertentwicklung. Das die Kosten in diesen Fällen auf die Beiträge umgelegt werden, scheint die Mehrheit nicht zu stören. Sie erteilen damit der Transparenzinitiative eine deutliche Abfuhr.

Ein verheerendes Zeugnis stellt die Studie den gesetzlich vorgeschriebenen Beratungsprotokollen der Banken aus. Sieben von zehn Teilnehmern gehen davon aus, dass diese so formuliert sind, dass sich in erster Linie die Banken für den Rechtsstreitfall absichern – also dem Gegenteil der Intention der Beratungsprotokolle. Gleichzeitig wünschen sich 88% der Befragten mehr Initiative der Banken, um von den Beratungsprotokollen zu profitieren. 57 Prozent würden ihrer Bank sogar erlauben, Beratungsprotokolle systematisch für die Angebotsgestaltung auszuwerten.

„Das Beratungsprotokoll entwickelt sich bei den Kunden immer mehr zu einer Visitenkarte des Bankberaters“, sagt Melanie Purgar, Expertin für Vertriebsprozesse bei Cofinpro. „Viele Institute unterschätzen dabei, dass zu einer qualitativ anspruchsvollen Anlageempfehlung transparente Erläuterungen zur begleitenden Mitschrift gehören. Die erste Frage des Beraters sollte daher immer lauten, ob der Kunde mit dem Beratungsprotokoll vertraut ist oder er grundlegende Erklärungen zu den Pflichtangaben wünscht. Das schafft Vertrauen und versetzt den Kunden anschließend in die Lage, sich ein besseres Urteil über die Beratung zu bilden.“

Zusätzlich zu einem seriöseren Umgang der Banken mit dem Thema Beratungsprotokolle wünschen sich 70% der Befragten externe Kontrollen, beispielsweise durch unabhängige Verbraucherzentralen oder die Stiftung Warentest. „Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Institute noch immer vor der Herausforderung stehen, das in der Finanzkrise verloren gegangene Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Hierfür bietet sich das Beratungsprotokoll als wichtiges Kundenbindungsinstrument an. Diese Potenziale werden von den Banken aktuell jedoch noch nicht voll ausgeschöpft“, sagt Melanie Purgar.

Provisionsverbot für freie Finanzberater

Das EU-Parlament hat den umstrittenen Provisionen an unabhängige Berater den Kampf angesagt. Die Abgeordneten stimmten einem entsprechenden Verbot in der überarbeiteten EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid zu.

„So wird unabhängige Beratung ein starkes Gütesiegel, nach dem sich Anleger richten können“, sagte der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Parlament Udo Bullmann der FTD. Die Annahme von Provisionen bei der Vermittlung von Finanzprodukten, beispielsweise Fondsprodukten, ist nach der neuen Regelung nur noch dann gestattet, wenn sie an den Kunden weitergegeben und transparent gemacht werden.

Die neue Regelung sorgt für ein vorläufiges Ende der hitzigen Debatte in den letzten Wochen. Allerdings geht Verbraucherschützern die Regelung längst nicht weit genug. Sie fordern zwar kein Verbot von Provisionen, sondern dass die gezahlten Provisionen an den Kunden weitergeleitet werden sollen, was in der Konsequenz dieselbe Wirkung wie ein Provisionsverbot hätte. Das Parlament habe „eine goldene Möglichkeit verpasst“, Kunden besser zu schützen, kommentiert die EU-Verbraucherschutzorganisation BEUC gegenüber Pressevertretern.

Unterstützung erhalten die Verbraucherschützer von Abgeordneten der Grünen sowie britischen Parlamentariern. Sie plädieren für ein System der Honorarberatung, da nur diese eine unabhängige Beratung der Kunden gewährleiste. Eine Regelung, die von den Sozialdemokraten mit dem Argument abgelehnt wurde, dass „nur Reiche sich die Honorarberatung leisten könnten.“

Mehrere Optionen liegen für die Zukunft noch auf dem Tisch. Sie alle bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Transparenz, einem kompletten Provisionsverbot und der Option, dass nur Berater, die keine Provisionen annehmen, sich unabhängig nennen dürfen.

Das Thema Provisionen war nur ein kleiner Bestandteil der neuen Richtlinie Mifid. Hauptsächlich ging es um die Entschleunigung und Regulierung des Hochfrequenzhandels, der mitverantwortlich für die Turbulenzen an den Börsen in den letzten Jahren gemacht wird. Zudem sollen Spekulationen mit Rohstoffen und Nahrungsmitteln eingedämmt werden.