Rio Paraguay und die Dürre – Proindex Capital

Rio Paraguay und die Dürre – Proindex Capital – der Rio Paraguay leidet akut unter der jetzt eingetretenen Dürre, berichtet Andreas Jelinek – Der 2549 km lange in Südamerika fließende Río Paraguay leidet nach mehreren Monaten anhaltender extremer Dürre. Der Fluss hat den niedrigsten Stand seit einem halben Jahrhundert erreicht.

Rio Paraguay und die Dürre - Proindex Capital

Rio Paraguay und die Dürre – Proindex Capital

Rio Paraguay und die extreme Dürre

Andreas Jelinek – CEO der Proindex Capital AG: „Der Rio Paraguay hatte Ende 2020 seinen niedrigsten Stand seit einem halben Jahrhundert erreicht. Das hängt vor allem mit der extremen Dürre im vergangenen Jahr zusammen. Für Paraguays Binnenwirtschaft ist der Fluss von extremer Wichtigkeit, da etwa 85 Prozent des Außenhandels über den Rio Paraguay abgewickelt werden. Die Ursachen sind natürlich im Klimawandel zu suchen. Aufgrund fehlender Niederschläge im Pantanal-Gebiet des brasilianischen Bundesstaates Mato Grosso ist der Fluss erschöpft. Der Fluss entspringt aus diesem Gebiet und fließt auch durch Bolivien und Argentinien“.

Der Schiffverkehr mit Frachtschiffen auf dem Rio Paraguay ist durch den rückläufigen Wasserstand erheblich beeinträchtigt, dadurch auch sehr verlangsamt und dies führt auch zu erheblichen Kostenüberschreitungen beim Transport von Kraftstoff, Dünger, Lebensmitteln und anderen importierten Gütern. Andreas Jelinek: „Hinzu kommt, dass der Fluss auch wichtig ist für die Trinkwasserversorgung in Paraguay. Es ist also eine wirklich ernste Situation. Bei der Einfuhr von Produkten sollte es nicht zu Engpässen kommen“.

Die paraguayische Regierung reagierte auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in der Corona-Pandemie und hat als Maßnahme die Aufhebung der strengsten Teile ihres Lockdowns angekündigt. Leider wurden aber die Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der wichtigen Wirtschaftstätigkeit durch das Flussproblem auf dem Rio Paraguay geschmälert.

Der Präsident des paraguayischen Reederzentrums – Esteban dos Santos: „Die Verluste im Flussverkehrssektor Paraguays haben bereits 250 Mio. USD erreicht. Was uns am meisten beunruhigt, ist, dass der Rio Paraguay mit einer Geschwindigkeit von drei oder vier Zentimetern pro Tag abfällt. Die Navigationssituation ist kritisch. In einer Woche kann kein Boot Asunción erreichen“.

Proindex Capital AG – Andreas Jelinek weist darauf hin: „Paraguay könnte größeren Preiserhöhungen und Engpässen bei Treibstoff und anderen Lieferungen ausgesetzt sein, wenn sich die Situation weiter verschlechtert. Aufgrund der trockenen Bedingungen sind auch in Teilen des Landes Waldbrände ausgebrochen. Doch die sinkenden Pegel des Paraguay-Flusses haben eine Überraschung gebracht: Eine felsige Insel in Asuncion, die laut Geologen Teil eines erloschenen Vulkans ist, der mehr als 40 Millionen Jahre alt ist. Unter dem Strich gesehen ist die Klimakrise eine globale und so leiden nun mal die meisten Länder der Welt an ihren Folgen. Es braucht einen Kurswechsel, eine weltweit stimmige Klimastrategie“.

Quelle: Pressemeldung Proindex Capital

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